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Von Promotoren zu KI-Rolleneinheiten: Ein Rollen- und kompetenzbasiertes Modell für partizipative KI-Transformation

Florian Härer iD

DOI10.1365/s40702-026-01335-3
PublisherSpringer Science and Business Media LLC
Journal / SourceHMD Praxis der Wirtschaftsinformatik
Published2026-10-01
Metadata Deposited2026-10-01 (updated: 2026-10-01)
Subject—
Languagede
ISSN1436-3011, 2198-2775
Typejournal-article
Volume / Issue / Pages— / — / —
Citations0
References deposited22
Access / license metadataOpen license identified License 1 ↗A reuse license does not by itself establish whether the full text is freely readable.

Abstract

Zusammenfassung Organisationen erproben zunehmend Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI), bleiben jedoch häufig in einzelnen Initiativen oder Pilotprojekten stecken. Neben technologischen Fragen zeigen sich insbesondere organisationale Herausforderungen wie unklare Verantwortlichkeiten, fehlende Kompetenzprofile, unzureichende Abstimmung zwischen Akteursgruppen und offene Fragen der organisatorischen Verankerung. Der Beitrag untersucht, welche Rolleneinheiten und Kompetenzfelder erforderlich sind, um KI-Transformation partizipativ, verantwortungsvoll und umsetzungsorientiert zu gestalten. Die Studie folgt einer qualitativ-empirischen und gestaltungsorientierten Forschungslogik. In einem produzierenden Unternehmen wurden KI-Initiativen über einen Zeitraum von sechs Monaten mittels teilnehmender Beobachtung und ergänzender Projektdokumente untersucht. Wiederkehrende Barrieren und Akteursbeiträge wurden qualitativ ausgewertet und zu vier funktionalen KI-Rolleneinheiten verdichtet: Orchestrator, Deliverer, Enabler und Connector. Erst anschließend wurden die rekonstruierten Rollenfunktionen mit dem Promotorenmodell der Innovationsforschung theoretisch eingeordnet. In einem zweistufigen Delphi-Verfahren mit externen Expertinnen und Experten wurden die Kompetenzfelder des AIComp-Modells rollenspezifisch bewertet und priorisiert. Ergebnis ist eine funktionale Rollen- und Kompetenzarchitektur mit einer rollenspezifischen Priorisierung der KI-Kompetenzfelder. Die Ergebnisse legen nahe, dass partizipative KI-Transformation nicht durch breite Beteiligung allein entsteht, sondern durch die strukturierte Einbindung relevanter Akteursgruppen und das Zusammenspiel komplementärer Rollenfunktionen, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen.