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Partizipation in der Wirtschaftsinformatik-Lehre gestalten: Ein challenge-basiertes Lernarrangement für soziale Innovationen

Simone Braun iD, Tobias Hagen iD, Ilona Maier

DOI10.1365/s40702-026-01334-4
PublisherSpringer Science and Business Media LLC
Journal / SourceHMD Praxis der Wirtschaftsinformatik
Published2026-10-07
Metadata Deposited2026-10-07 (updated: 2026-10-07)
Subject—
Languagede
ISSN1436-3011, 2198-2775
Typejournal-article
Volume / Issue / Pages— / — / —
Citations0
References deposited24
Access / license metadataOpen license identified License 1 ↗A reuse license does not by itself establish whether the full text is freely readable.

Abstract

Zusammenfassung Partizipative Lehrformate mit realen Praxispartner*innen versprechen hohe Praxisnähe, doch die Beteiligung unterschiedlicher Akteur*innen entsteht nicht automatisch. Der Beitrag zeigt am Beispiel eines challenge-basierten Lernarrangements in der Wirtschaftsinformatik-Lehre, wie Studierende gemeinsam mit sozialen Organisationen, Zielgruppen und Betroffenen digitale Lösungen für reale gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln, validieren und teilweise technisch umsetzen. Analysiert werden zwei Durchführungen aus den Jahren 2024 und 2026, in denen eine dreitägige Design-Sprint-Challenge mit einer anschließenden technischen Umsetzungsphase verbunden und didaktisch weiterentwickelt wurde. Methodisch ist die Untersuchung als an Action Design Research orientierte, reflektierte Gestaltungsstudie angelegt. Die Ergebnisse zeigen Partizipation als gestuften und phasenübergreifenden Prozess: Soziale Organisationen bringen Problem‑, Kontext- und Wirkungsperspektiven ein, Zielgruppen und Betroffene wirken als Erfahrungsexpert*innen, Studierende übernehmen aktive Gestaltungs- und Umsetzungsverantwortung. Als zentrale Gestaltungsaspekte werden methodische Vorbereitung, direkte Zielgruppenkontakte, prozessnahes Mentoring und ein aktiv gestalteter Übergang in die technische Umsetzung sichtbar. Zugleich zeigen sich Spannungsfelder zwischen Offenheit und Fokussierung, Beteiligung und Zeitdruck sowie sozialer Wirkung und technischer Machbarkeit. Der Beitrag leitet Gestaltungsempfehlungen für vergleichbare partizipative Lernarrangements ab und bietet damit Orientierung für Lehrende und weitere Akteur*innen, die Challenge-Formate mit Praxispartner*innen partizipativ und umsetzungsorientiert gestalten möchten.