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Partizipation als Erfolgsfaktor digitaler Transformationsprojekte

Tobias Marc Wringe iD, Rüdiger Zarnekow iD

DOI10.1365/s40702-026-01322-8
PublisherSpringer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Journal / SourceHMD Praxis der Wirtschaftsinformatik
Published2026-09-02
Metadata Deposited2026-09-02 (updated: 2026-09-02)
Subject—
Languagede
ISSN1436-3011, 2198-2775
Typejournal-article
Volume / Issue / Pages— / — / —
Citations0
References deposited17
Access / license metadataOpen license identified License 1 ↗A reuse license does not by itself establish whether the full text is freely readable.

Abstract

Zusammenfassung Digitale Transformationsprojekte in Unternehmen werden häufig als technologische Vorhaben verstanden. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass ihr Erfolg wesentlich von organisationalen und menschlichen Faktoren abhängt. Der Beitrag untersucht Partizipation als Erfolgsfaktor digitaler Transformationsprojekte am Beispiel der Einführung von Digital Supply Chain Twins. Grundlage ist eine qualitative Expertenstudie mit 16 Interviews. Die Interviews wurden ursprünglich zur digitalen Transformation logistischer Netzwerke und zur Implementierung datenintensiver Entscheidungssysteme geführt. In der induktiven Auswertung traten jedoch zahlreiche Befunde hervor, die über technische Aspekte hinausgehen, etwa Akzeptanz, Vertrauen, Kommunikation, Verantwortlichkeiten, Führung, Qualifizierung und Change Management. Auf Basis von Literatur zu Partizipation, digitaler Beteiligung und Change Management werden sieben partizipationsorientierte Erfolgsfaktoren synthetisiert und mit den induktiven Interviewkodes abgeglichen. Der Beitrag entwickelt auf Basis einer theoriegeleiteten Re-Analyse qualitativer Interviewdaten eine konzeptionelle Übersicht partizipationsorientierter Erfolgsfaktoren digitaler Transformationsprojekte. Besonders sichtbar wird die partizipative Relevanz auch in vermeintlich technischen Feldern wie Datenqualität, Interoperabilität und Schnittstellenmanagement. Die Analyse legt nahe, Partizipation in digitalen Transformationsprojekten nicht allein als Beteiligungsformat, sondern als sozio-technische Gestaltungslogik zu verstehen.