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Digitales Lernen im Beruf: Die Rolle von Motivation, Selbstregulation und digitaler Selbstwirksamkeit
Abstract
Zusammenfassung Die fortschreitende Digitalisierung verändert Lernprozesse in der beruflichen Weiterbildung grundlegend und stellt erhöhte Anforderungen an berufstätige Erwachsene. Neben technischen Voraussetzungen rücken auch psychologische Einflussfaktoren zunehmend in den Vordergrund. Auf Grundlage leitfadengestützter Interviews mit acht ExpertInnen aus der Erwachsenenweiterbildung untersucht dieser Beitrag die Bedeutung von Motivation, Selbstregulation und digitaler Selbstwirksamkeit für das digitale Lernen berufstätiger Erwachsener. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zeigt ein differenziertes Bild: Motivation gilt als notwendige Bedingung für die Teilnahme an digitalen Lernangeboten, reicht jedoch allein nicht für nachhaltigen Lernerfolg aus. Als entscheidender Faktor erweist sich vielmehr die Selbstregulation, da sie es Lernenden ermöglicht, digitale Lernprozesse in flexiblen Umgebungen eigenständig zu planen, zu steuern und langfristig aufrechtzuerhalten. Zugleich beeinflusst die digitale Selbstwirksamkeit sowohl den Zugang zu digitalen Lernformaten als auch die Stabilisierung von Motivation und gewinnt insbesondere in der Einstiegsphase an Bedeutung. Die Ergebnisse machen zudem deutlich, dass psychologische Faktoren nicht isoliert wirken: Lernzeit, organisationale Unterstützung und technische Infrastruktur prägen ihr Zusammenspiel maßgeblich. Der Beitrag zeigt damit, dass digitales Lernen berufstätiger Erwachsener weit über die rein technische Bereitstellung digitaler Technologien hinausgeht und wesentlich von der gezielten Förderung psychologischer Ressourcen abhängt.
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